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Noch 100 Tage

Donnerstag, 28. Februar 2008

Die Euro 2008 rückt unaufhaltsam näher, doch wo bleibt die Euphorie in unserem Land? Wo die Begeisterung für unsere Nati? Für den Fussball?

Vielleicht ist es schlicht noch zu kalt, obwohl bei den frühlingshaften Temperaturen und dem sonnigsten Februar seit Messbeginn - das kann doch eigentlich nicht der Grund sein?!

99 Tage bis zur EM’08

Immerhin, von offizieller Seite heisst es: “Wir sind bereit, alles läuft nach Plan” und überall wimmelt es von Stellenanzeigen für Temporärjobs während der Europameisterschaft. Wer seine Zeit lieber hinter der Theke bei McDonalds verbringt, anstatt sich in der Fanmeile bei den jubelnden Anhänger ein Bier zu gönnen, der kann immer noch zuschlagen!

Basel ist jedenfalls “ready”, wie man heute zu sagen pflegt. Nun haben wir sogar ein Rhein-Rettungskorps, welcher betrunkene Fussballfans vor dem kompletten Absaufen im Fluss bewahren soll. Man weiss ja nie, Türken und Tschechen können nun mal nicht Schwimmen.

Auch für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Schweizer Metzgereien verlauten: “Es gibt genügend Cervelat bis nach der EM”, na wenn sich da der Feinschmecker nicht entzückt. Für das passende Bier dazu, ist in Basel die Brauerei “Unser Bier” zuständig. Mit dem “official ambush beer” (Trittbrettfahrer Bier), damit wir uns eine “Pfütze” wie Carlsberg nicht antun müssen.

Noch ein paar Mal schlafen, dann ist es soweit.

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Basel, Sport
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Filmkritik: Cloverfield

Samstag, 23. Februar 2008

“Beth lives in Midtown. Midtown is that way. You know what else is that way? Some horrific shit!”

Das Geheimprojekt Cloverfield, welches schon vor einem halben Jahr schlicht mit 1-18-08 angekündigt wurde, kam nun kürzlich endlich auch bei uns ins Kino. Das Besondere an diesem Film ist seine amateurhafte Kameraführung, der Film erinnert also an die eigenen Ferienaufnahmen, jedoch edel verziert mit den neusten Specialeffects aus Hollywood.

Cloverfield

Story

Die Freunde von Rob haben eine Abschlussparty in seiner Wohnung in New York Manhatten organisiert, der intelligente Rob wird bald in Japan einen neuen Job antreten. Ausgelassen wird gefeiert, als plötzlich die Erde bebt und kurz darauf, ein paar Strassen weiter, Häuser explodieren und einstürzen. Panikartig versuchen die jungen Leute nun die Insel von Manhatten zu verlassen, doch draussen herrscht das blanke Chaos.
Anstatt möglichst schnell sich in Sicherheit zu bringen, machen sich Rob und seine Freunde auf den Weg seine geliebte Beth zu retten, welche eingeklemmt in ihrem Appartment um Hilfe fleht.

Kritik

Die Machart erinnert ein bisschen an “The Blair Witch Project”, ist jedoch um Klassen besser realisiert. Die Kameraführung ist ganz schön anstrengend, vermittelt aber durch diesen Effekt ein geniales “Mittendrin statt nur Dabei”-Feeling, man wird richtig in das Geschehen eingesogen. Unterstützend wirken dabei auch die Protagonisten, welche ganz normale Mid-Twenties zu sein scheinen, könnte also durchaus der Nachbar von neben an sein.
Die Story an sich ist der Schwachpunkt des Films, nicht wirklich originell und mit wenig Überraschungen, da habe ich ein bisschen mehr erwartet.

Fazit

Ein Katastrophenfilm der speziellen Art mit intensiven Momenten - empfehlenswert!

Rating 7/10

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Volksabstimmung vom 24. Februar

Dienstag, 19. Februar 2008

Am kommenden Sonntag wird das Schweizer Volk einmal mehr gebeten, seine Meinung zu äussern. Diesmal stehen zwei unterschiedliche Dinge zur Debatte; zum einen die Volksinitiative “Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten” und zum anderen das Referendum zum “Unternehmenssteuerreformgesetz II”.

Volksinitiative “Gegen Kampfjetlärm in Tourismusgebieten”

Die Volksinitiative verlangt, dass in Friendenszeiten keine Übungen mit Kampfjets durchgeführt werden dürfen. Die Argumente der Initiative sind simpel: die Kampfjets verursachen einen ohrenbetäubenden Lärm, vergrault somit Touristen und schadet nicht zuletzt der Tierwelt in den Alpen. Des weiteren sind in Friedenszeiten dermassen viele Übungen vollständig überflüssig, eigentlich könnten wir die Anzahl Flugjets doch sowieso gleich nochmals von aktuell 87 auf mindestens die Hälfte reduzieren, für das bisschen Luftsicherung in der Schweiz ist unsere Luftwaffe doch überdimensioniert. Im weiteren wird argumentiert, dass diese Jets unheimlich viel Treibstoff verschleudern und enorm teuer im Unterhalt sind.
Ein bisschen ungeschickt bei der Initiative ist die Forderung, dass Tourismusgebiete verschont werden sollen.

  1. Die Kantone sind für Tourismusangelegenheiten zuständig nicht der Bund
  2. Wo bitte ist heute schon kein Tourismusgebiet vorhanden in der Schweiz? Keiner und Niemand will den Lärm, es lässt sich somit wohl kaum mehr ein zusammenhängendes Gebiet mehr finden wo überhaupt Trainingsflüge der Luftware stattfinden könnten.
  3. Die Folgen der Initiative sind somt schlecht absehbar. Wahrscheinlich ist ein ewiger Hickhack von Bund und Kantone die Folge. Der Ausgang ist ungewiss.

Folglich hätte man den Initiativtext meiner Meinung nach deutlicher verfassen sollen: zum Beispiel, dass man das Kontingent von Flugstunden stark einschränkt und eine Forderung nach einem weiterem Abbau der Kampfjetflotte vorsieht. Ich denke, deshalb wird diese Volksinitiative vom Volk am kommenden Sonntag abgelehnt: zu ungenau. Eigentlich schade.

FA/18 durchbricht die Schallmauer
Bild: FA/18 durchbricht die Schallmauer. Folge: ein extrem lauter Überschallknall

Referendum zum “Unternehmenssteuerreformgesetz II”

Die Leute in Bern haben uns mit dem USTR II ein wirklich spannendes Gesetzpaket geschnürt, dass der gemeine Bürger wohl kaum versteht, inklusive meiner Wenigkeit. Die Ursprüngliche Idee war es, Klein- und Mittelständische Unternehmen (KMU) in der Schweiz finanziell zu entlasten, um generell die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz zu steigern und somit Arbeitsplätze zu sichern.
Doch leider wurden im Paket Steuergeschenke für Reiche gleich mitgepackt. Besonders wohlhabende Grossinvestoren profitieren von massiven Steuerbegünstigungen, wer also schon viel hat, wird in Zukunft noch viel mehr haben. Die gut gemeinten Erleichterungen für die KMUs werden sich jedoch kaum relevant auswirken auf den Maler oder Sanitärinstallateur um die Ecke.

Das offensichtliche Problem beim USTR II Referendum ist die Komplexität, das Schweizer Volk muss sich auf diverse Expertenmeinungen stützen. Wirtschaftsnahe Verbände sind natürlich für die Reform, aber wohl kaum weil an deren Spitze üblicherweise gut verdienende Manager stehen. Soziale Stimmen sehen in der Reform erneut ein Geschenk an die Reichen, einen positiven Einfluss auf das Salär der Putzfrau oder der Schuhverkäuferin wird es bestimmt nicht haben, auch der Mittelstand der ein paar Tausend Franken in Aktien angelegt hat wird überhaupt keinen Profit daraus ziehen.

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S isch verbyy

Donnerstag, 14. Februar 2008

Eine wahrlich traumhafte Fasnacht hat heute früh um 4:00 ein Ende gefunden. Es war drei Tage lang schlicht nur schönes Wetter anzutreffen ohne eine einzige Wolke am Himmel. Entsprechend gross war der Besucherandrang an allen Tagen mit herrlicher Stimmung in der Innenstadt. Die Fasnacht 2008 in Bilder gibt es weiter unten.

Hier noch eine Auswahl an Schnitzelbänken, wirklich verständlich wohl nur für Basler ;-)

Liebe Marcel, do hesch di bees verspeegguliert,
Dr guet Rueff vo dr UBS isch ruiniert,
Falls de denn e neie Job suechsch - kenne mir dir saage,
Du kasch vo uns uss s näggscht Joor unseri Helge draage.
— Babberlababb
Feschte, suffe z Nacht goh schoppe, dasch z Basel soone Sach,
trotz Kultur für jede Buur, wään d Basler z Nacht kai Grach,
Me mechti hitte s ganzi Joor numme no sy Rue,
Waas uns fält isch d Stärbehilf, no mach mer d Stadt denn zue.
— d Uffeschtuehler
Parkrumgebyyre, und denne no Strossezoll,
Benzinzueschlag, Styyre, das find ich nit toll,
Drum haani, well s ainiges weniger koschtet
En Easyjet-Umwält-Abonnement boschtet.
— Anggewegglimaiteli
Jetze muess denn - Si wäärde das au no erlääbe
uff Zigarette-Päggli e Schogg-Bildli glääbe
woorschyynlig wird derno konsequänt
au e staargge Raucher glyy abschtinänt
jä dängge Si numme, wenn als gruusigschti Waffe
uff jedem Päggli dr Blocher duet gaffe
— Schloofkappe
D’Ziircher hän scho s’zwei-de-mool dr Maischter gschänggt bikoo
Do froogt me sich als Basler-Bebbi; werum au und wiesoo
Hänn die ägscht e änge Kontaggt mit de Fuessball-Gaischter
Denn vom schutte ganz elai wäärde die nie Schwyzermaischter
— D’Kulturstolperi

Bilder von der Fasnacht 2008

[Show as slideshow]
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Mir spiile us

Montag, 11. Februar 2008

Für die einen ein Grauss, für die anderen “die drey schenschte Dääg vom Joor”. Heute Morgen begann wie jedes Jahr die Basler Fasnacht Punkt 4:00 mit dem Morgestraich. Das diesjährige offizielle Motto - genannt Sujet - heisst “Mir spiile us!”, wie ich finde eines der schlechtesten der letzten paar Jahre, irgendwie kann man sich nicht direkt etwas prägnantes darunter vorstellen.
Dafür beglückt Petrus die Fasnacht 2008 mit dem perfekten Wetter, trotz des sehr frühen Termin dieses Jahr, ist es eher mild und 3 Tage lang sonnig und schön.

Interessant ist eine Studie der FHBB aus dem Jahr 2005, welche den wirtschaftlichen Aspekt der Fasnacht analysiert hat. Demnach belaufen sich die Kosten für die Fasnachtsvorbereitung der Aktiven (Goschdym, Larven, Laternen, Wagen, etc) auf ca. 9 Mio Schweizer Franken. Oder so wird der Umsatz der Gastronomie über 13 Millionen Franken betragen, was eher konservativ geschätzt ist. Um die ganze Sauerei nach dem närrischen Treiben wieder aufzuräumen, ist knapp eine halbe Million Franken fällig - zählt man die aktiven (12′000) und Besucher (200′000+) zusammen - sind dies also mehr als CHF 2.- für’s Putzen pro Person.

Fasnacht2008_001.JPG
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Filmkritik: 3:10 to Yuma

Sonntag, 3. Februar 2008

“Kid, I wouldn’t last five minutes leading an outfit like this if I wasn’t rotten as hell.”

Western? Was’n das? In meiner Karriere als Moviefan habe ich vielleicht eine knappe Hand voll Western Filme gesehen, ein Genre, das mir eigentlich nicht so zusagt. Trotzdem, meine Freunde haben mich mitgeschleppt - immerhin Russell Crowe und Christian Bale sind schon einmal viel versprechende Kandidaten für einen guten Film mit dem seltsamen Titel 3:10 to Yuma.

3:10 to Yuma

Story

Die Story spielt - wie soll es anders sein - im späten 19. Jahrhundert. Dan, ein armer Rancher, Kriegsveteran und hoch verschuldet, versucht mehr schlecht als recht seine vierköpfige Familie zu ernähren. Die lang anhaltende Dürre macht ihm zu schaffen, denn seine Gläubiger wollen endlich Geld sehen.
Der kriminelle Grossmeister und Clanboss Ben Wade wird durch die “Railroad Company”, welche gerade das Schienennetz im Westen aufbaut, gefasst. Bereits hat Ben dutzende Geldtransporter überfallen und hat sich somit auf die “Most Wanted”-Liste gesetzt.
Für ein kleines Vermögen soll nun Dan den Kriminellen auf den Zug nach Yuma überführen. Dort erwartet Ben Wade das Gefängnis und die Todesstrafe durch den Strang.

Kritik

Die beiden Hauptprotagonisten setzen sich exzellent in Szene und auch der Nachwuchsgangster Garry Butterfield alias Dallas Roberts brilliert in seiner Rolle. Dutzende Western-Stereotypen werden durch genommen, ein klassisches Duell fehlt jedoch. Die Beziehung zwischen Ben und Dan auf der Reise zum Bahnhof in Contention bleibt über 120 Minuten abwechslungsreich und spannend.
Ein grosser Westernfan bin ich immer noch nicht, die Inszenierung ist grossartig, doch die leichte Trägheit und durchschaubare Story fallen eher ein bisschen ab. Auch die Action beschränkt sich logischerweise auf eher banale Schiessereien, Westernlike eben.

Fazit

Etwas für Fans der alten Genres und richtige Männer.

Rating 5/10

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Filmkritik: Keinohrhasen

Samstag, 2. Februar 2008

“Selbst wenn die Frauen aus Glas wären, wären sie undurchsichtig.”

Deutsche Filme gross im Kino, hierzulande eher eine Seltenheit. Umso besser, wenn es sich dabei um einen Film mit Till Schweiger handelt, unbestritten einer der besten deutschen Schauspieler überhaupt. Der Titel alleine Keinohrhasen ist zudem schon sehr originell.

Keinohrhasen

Story

Ludo ist Fotograf, Macho und eine Sexmaschine. Er poppt sich förmlich durchs Leben, von einer festen Beziehung hält er gar nichts. Als er wegen eines Missgeschicks zu 200 Stunden Sozialarbeit verurteilt wird, landet er im Kindergarten als Aushilfsbetreuer, wo er Anna trifft. Anna hält überhaupt nichts von Männern wie Ludo und möchte ihn Leiden sehen, was dann geschieht ist eine witzig, triviale Liebesgeschichte.

Kritik

Man mag ihn oder man mag ihn eben nicht. Aber wieder einmal mehr ist Till Schweiger einfach genial, doch auch die anderen Darsteller beweisen ihr Talent eindrücklich. Der Film lebt primär von Situationskomik und Klischees, welche herrlich ausgeleuchtet werden. Niedliche Szenen und die Lovestory runden den wirklich sehr unterhaltsamen Film ab.

Fazit

Beste Unterhaltung, absolut sehenswerter Film für alle!

Rating 7/10

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Basel
Sonntag, 5. Februar 2012, 18:08
Klare Nacht Klare Nacht
Aktuelle Temperatur: -7°C
Gefühlte Temperatur: -7°C
Aktueller Luftdruck: 103 mb
Luftfeuchtigkeit: 53%
Wind: 1 m/s ONO
Böen: 1 m/s
Sonnenaufgang: 7:52
Sonnenuntergang: 17:36
© 2007 AccuWeather, Inc.

Zufälliges Zitat

Life isn’t what you want it to be, it’s what you make it become. — Anthony Ryan

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